Der westlichste der fünf "Junges Schwaben"Winzer baut in Pfaffenhofen im Zabergäu an:

Rainer Wachtstetter, Jahrgang 1968, darf sich seit 2009 der Aufnahme in den Eliteklub der "Prädikatswinzer" (VDP) rühmen. Die "Junges Schwaben" Winzer treffen sich regelmäßig, verkosten zusammen Weine und bereiten gemeinsam Messeauftritte vor. In einem Satz, sie klappern ganz famos gemeinsam für ihr Winzerhandwerk. Mit ihren Weingütern in Heilbronn, Kernen, Löwenstein, Pfaffenhofen und Weinstadt haben sie so etwas wie ihre eigene Landkarte geschaffen. Wir haben "Felix", den Lemberger trocken, im Glas und verkosten wie gewohnt blind. Ein Wein von Reben auf Gipskeuper gewachsen, der zunächchst verhalten auftritt und dann erfreulich dauerhaft seine Aromen am Gaumen hält, was Wachtstetter als aus "Lakritze und schwarzem Pfeffer" gespeisten "verführerischen Nachhall"  bezeichnet.

Werte: Jahrgang 2015, 13% vol., Trinktemperatur 16 bis 17°C, 4,7 g/l Säure und 1,4 g/l Restzucker

Auge: Schönes, kräftiges Granatrot mit leichter Schlierenbildung, die auf hohe Qualität hindeutet

Nase: Fruchtnoten von roter Johannisbeere und Himbeere, die sich leitfüßig entfalten

Gaumen: Die feinen Fruchtnoten finden wir hier um eine gewisse Würzigkeit so wie Tannin ergänzt wieder und erfreuen uns

                  tatsächlich an einem anhaltenden Abgang.

Dazu essen: Zwiebelrostbraten, Filetspitzen in Rotwein, Wild, Rohmilchkäse

Preis-Leistung. Sehr, sehr gut.

Fazit: Toller Rotwein mit einem bemerkenswerten Gegenwert. Zum guten Essen oder zum einfach so Trinken.

PZ-Redakteur Michael Schenk und Dipl.-Önologe Heinz Schmale

10. Februar 2018