Adler

Was soll man sagen über eine Pfaffenhofener Institution, die seit Jahrzehnten (!) unveränderte Strahlkraft für Liebhaber des guten Weines und des guten Essens aus Nah und Fern besitzt – obwohl es so etwas wie den „Adler“ heute eigentlich gar nicht mehr gibt…? Man sitzt eng in dem gemütlichen 60-Plätze-Wirtschäftle, an dessen Ambiente sich in den vergangenen Jahrzehnten nicht viel verändert hat. Es kann schon mal lustig zugehen, und auf der Speisekarte finden sich keine Gerichte der „Nouvelle Cuisine“. Dafür Klassiker wie Spanferkel, seit Urzeiten der Renner schlechthin, schwäbischerZwiebelrostbraten, heimisches Wild oder Spargel (je nach Saison.).Dazu handgemachte Spätzle und Kartoffelsalat, stets frisch zubereitet. Auch die jüngere Generation kommt mehr und mehr auf den Geschmack des Genuinen, Originalen. Zu letzteren gehört sicher auch Opa Roland, ein geborener Wirt. Kommunikativ und kontaktfreudig, geht er auf jeden Gast ein und findet schnell den Zugang zu den Leuten. Dass es selbst die Spitzenweine des Hauses glasweise zu verkosten gibt zur echt schwäbischen Küche, ist ein weiteres Plus. Anders als früher öffnet der „Adler“ heute nur noch an einigen Wochenenden im Frühjahr und Herbst. Stehen die Termine fest, gilt es schnell zu reservieren, wenn man noch einen Platz ergattern will. Kein schlechtes Zeichen für eine Wirtschaft, die so herrlich aus der Zeit gefallen scheint, dass sie fast schon wieder modern ist. Übrigens: die aktuellen Öffnungszeiten stehen jetzt immer auf der Homepage des Weingutes Wachtstetter.